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Material Tweed

Tweed ist ein Material, das aus farbigen Garnen gefertigt wird und dabei eine Vielzahl unterschiedlicher Webeffekte wie Karos, Streifen, Diamanten oder Fischgrätenmuster erzeugt. Die ersten Tweed-Stoffe wurden vollständig aus reiner Wolle hergestellt und waren grob und dicht gewebt. In der Tat war Tweed als funktionelles Material gedacht, das ausreichend robust und strapazierfähig sein musste, um den harschen Arbeitsbedingungen auf Land und Feld standzuhalten.

Die Ursprünge des britischen Tweeds sind zudem eng mit Identität verflochten: Tweedmuster wurden traditionell von britischen Gutsbesitzern in Auftrag gegeben und dienten als Mittel zur eindeutigen Identifizierung ihres Guts und der Arbeiter auf ihrem Land. Da jedes Muster einzigartig sein musste, wurden die Farben entsprechend der Farbtöne ausgewählt, welche die Landschaften des jeweiligen Grundstücks prägten. Durch das Tweedmuster sollte sichergestellt werden, dass sich die Dienstkleidung der Arbeiter optisch der Umgebung anpasste. Dies diente ihrem Schutz.

Im Laufe der Zeit wurde Tweed immer populärer, da das Fachwissen von Webern und Färbern und maschinelle Innovationen feinere und geschmeidigere Stoffe ermöglichten, die sich durch ihre Gestaltung, ausgezeichnete Wärme und Langlebigkeit auszeichneten. Die derzeit zunehmende Nachfrage nach hochwertigen Produkten hat auch den britischen Tweed wiederbelebt. Die Möglichkeiten zur Variation von Materialien, Gewichten, Farben und Mustern machen ihn zu einem zeitlosen Stoff, der sich an die aktuellen Bedürfnisse der zeitgenössischen Mode anpassen kann. 

Lieferant Abraham Moon

Abraham Moon and Sons ist eine kleine Weberei, die 1837 in Guiseley, Yorkshire, gegründet wurde – ein bedeutendes Zentrum in der Geschichte der britischen Wolltextilproduktion. Abraham Moon selbst war Tuchmacher und Unternehmer zu Zeiten der industriellen Revolution, als er eine kleine Weberei neben einem neu gebauten Bahnhof errichtete, um sein Tuch problemlos in die nahe gelegenen Städte Leeds und Liverpool und darüber hinaus zu transportieren.

1920 wurde der Betrieb an Charles Walsh verkauft – einen einheimischen und erfahrenen jungen Mann, der seit den 1880er Jahren für Abraham Moon gearbeitet hatte, nachdem er am Yorkshire College Färben und Weben studierte. Mit seinem zukunftsorientierten Engagement für Design und Innovation legte er die Grundlage für ein erfolgreiches Geschäftsmodell. Durch den besonderen Schwerpunkt auf dem Design der Stoffe sind die Stoffe des Hauses für den internationalen Modehandel nach wie vor relevant.

Heute ist Abraham Moon and Sons die letzte Vertikalmühle in Großbritannien und befindet sich weiterhin im Besitz der Familie Walsh. Das Unternehmen beschäftigt mehr als zweihundert Fachkräfte, darunter ein großes Team aus Designern und Fachleuten, die die Färbe-, Misch-, Kardier-, Spinn-, Web- und Veredelungsprozesse durchführen. Alle Schritte vom Entwurf bis zur Produktion finden am selben Standort statt. Das Werk produziert jede Woche über 35.000 Meter Wollstoffe.